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Seit den letzten Jahren immer beliebter werdend, ist das Medium Podcast im Jahre 2021 für viele Bestandteil des Alltags.
Dabei ist das Konzept einer auditiven Informations-Sendung alles andere als neu – Stichwort Rundfunk. Podcasts, die sich mit dem Thema 3D Druck beschäftigen, beleuchten sowohl die Herausforderungen als auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten dieser Technologie. Und jetzt der 3D Podcast?
Mittlerweile gibt es zu so gut wie jedem Thema einen Podcast – bezüglich dem Angebot and Inhalten muss man sich also keine Sorgen machen. Zum Glück gibt es nun neuen Schwung der mit 3D Spatial Audio Technologie.
Vor kurzem sorgte iHeartRadio für einen kleinen Hype mit Berichten auf engadget.com, gearnews.de und theverge.com. Sie haben die Produktions Kapazitäten ausgebaut und planen für dieses Jahr dutzende Projekte, unteranderem auch Podcasts.
Erreicht Raumklang nun auch als 3D Podcasts, Hörspiele und das Radio? Gerade sorgt das Thema mit der Sony Playstation 5, Apple Airpods Pro und Samsung Galaxy Buds Pro wieder für Wirbel. Also schauen wir uns mal an, was binauraler 3D Ton, für Plattform wie Spotify, Soundcloud und Co bedeuten.
3D Audio Podcasts sind eine innovative Form von Podcasts, die durch den Einsatz von 3D-Audio-Technologie eine besonders immersive und realistische Hörerfahrung bieten.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Podcasts, die meist nur Stereo-Audio verwenden, ermöglichen 3D Audio Podcasts eine räumliche Wahrnehmung des Klangs. Das bedeutet, dass der Hörer das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein, da die Klänge aus verschiedenen Richtungen und Entfernungen zu kommen scheinen.
Diese Technologie nutzt binaurale Aufnahmetechniken und spezielle Algorithmen, um ein dreidimensionales Klangbild zu erzeugen, das über Kopfhörer besonders gut zur Geltung kommt.
Die Geschichte der 3D Audio Podcasts ist eng mit der Entwicklung fortschrittlicher 3D-Audio-Technologien wie Dolby Atmos und Sony 360 Reality Audio verknüpft.
Diese Technologien ermöglichen es, Audio-Signale in drei Dimensionen zu erfassen und wiederzugeben, was eine immersive Hörerfahrung schafft. Ursprünglich wurden diese Technologien vor allem im Kino und in der Musikproduktion eingesetzt, doch in den letzten Jahren haben sie auch Einzug in die Welt der Podcasts gehalten.
Immer mehr Podcast-Produzenten haben das Potenzial von 3D Audio erkannt und spezialisieren sich auf die Produktion von 3D Audio Podcasts. Dies hat zur Entstehung neuer Formate und Genres geführt, die die Möglichkeiten des 3D Audio voll ausschöpfen.
2021: Merkelphone ist jetzt online, ein Hörspiel, das ich komplett in 3D Audio mit Head-Tracking produziert habe. Finde heraus, was im Zuhause der einst mächtigsten Frau der Welt passiert
2022: 3D Podcast ist nicht Garantie für Immersion. Wie erkennt man einen guten Podcast?
2023: Dolby Atmos wird jetzt von Audible unterstützt. Wieso es keine gute Idee ist Hörspiele mit Dolby Atmos zu mischen folgt in Kürze.
Dass Spatial Audio eine Bereicherung für Podcasts sind, liegt fast schon auf der Hand: Durch immersive Audioinhalte kann man sich als ZuhörerIn mitten im Geschehen wiederfinden, sei es ein Interview, eine Geschichte oder ein Hörspiel.
Wie für viele andere Anwendungen, bietet 3D Audio auch hier mehr Möglichkeiten in Sachen Storytelling, Immersion, und Konzeption.
Soweit die typischen Buzzwords von vergleichbaren Artikeln. In diesem Blog gehen wir aber natürlich noch einen Schritt weiter. Zeit den wahren Mehrwert für 3D Podcasts aus technischer und kreativer Sicht zu analysieren.
Ein Beispiel hierfür ist der ‚3D Druck Podcast‘, der wertvolle Tipps und Strategien für verschiedene Zielgruppen bietet, die sich für 3D-Druck als Business-Modell interessieren.
Bei klassischen Hörspielen ist der Zuhörer meist nur ein stiller Beobachter. Man folgt dem Geschehen passiv und wird von einem zusätzlichen Erzähler mit zusätzlichen Informationen versorgt. Doch mit 3D Audio hat man viel mehr den Eindruck auch einen Teil der Szene zu verkörpern.
Das Gehirn schafft gedanklich ein dreidimensionales Abbild der Szenerie und versteht damit, wo sich die Protagonisten um einen herum befinden. Zuhörer können den Erzählungen in 3D Audio Podcasts folgen und dabei spannende und immersive Erfahrungen machen.
Mit Headtracking sogar noch mehr, doch dazu mehr am Ende dieses Blogposts.
Dadurch, dass wir die Töne nun räumlich verordnen können, fällt es dem Hirn leichter, diese Informationen schnell zu verarbeiten. Es fällt eine sogenannte Abstraktionsebene weg. Bei einem Podcast – der klassisch im Mono oder Stereo produziert wird – lokalisieren wir über Kopfhörer die Sprecher/in: im Kopf.
Das widerspricht aber unserer natürlichen Hörgewöhnheit. Treffen wir uns – nach Corona – mit unseren Freunden, hören wir ihre Stimmen auch nicht im Kopf, sondern klar lokalisierbar im Raum.
Damit sind immersive Hörspiele auf Dauer, vereinfacht gesagt, angenehmer zu hören. Denn das Hirn ist nicht ständig damit beschäftigt, zu abstrahieren, wo die Stimmen zu räumlich einzuordnen sind. Man kennt dieses Phänomen zunehmend als Zoom Fatigue. Wenn wir den ganzen Tag andere Stimmen in unserem Kopf haben, ist das ermüdend.
Sind sie aber externalisiert, also außerhalb unseres Kopfes wahrzunehmen, scheint das Problem gelöst. Bei der Produktion von 3D Audio Podcasts ist die Zusammenarbeit (Arbeit) zwischen den verschiedenen Teammitgliedern entscheidend, um eine realistische und immersive Klangwelt zu schaffen.
Der Einsatz von einer Erzählstimme als Voice-over kann punktuell aber trotzdem einen Mehrwert bieten. Meine Heat-Map Fallstudie hat bereits gezeigt, dass die Kombination von Spatial Sound für Protagonisten und Off-Sprechern in Mono der Verwirrung vorbeugt.
Denn so können Konsumenten auf eine innovative Art und Weise mehr nachvollziehen, ob eine Person Teil der Szene ist und damit räumlicher verortbar ist. Oder ob es sich um eine Erzählstimme handelt, die eine Imkopf Lokalisation abbildet.
Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Musik-Streaming-Anbietern, die 3D Audio Podcasts in ihrem Portfolio haben. Zu den bekanntesten gehören Spotify, Apple Music und Amazon Music. Diese Plattformen bieten eine breite Palette von 3D Audio Podcasts an, die von Musik-Podcasts über Hörspiele bis hin zu Dokumentationen reichen.
Darüber hinaus gibt es spezialisierte Anbieter wie Podigee und recordJet, die sich auf die Produktion und Verbreitung von 3D Audio Podcasts konzentrieren.
Die Verfügbarkeit von 3D Audio Podcasts kann je nach Anbieter und Plattform variieren. Es lohnt sich daher, die verschiedenen Anbieter zu erkunden und diejenigen zu finden, die die besten 3D Audio Podcasts für Ihre Interessen anbieten.
Besonders Spotify hat in den letzten Jahren stark in 3D Audio investiert und bietet eine wachsende Auswahl an Inhalten, die diese Technologie nutzen.
Tatsächlich hat beispielsweise iHeart Media, eines der größten Medienunternehmen der USA, erkannt, dass die Vorteile von Spatial Audio die Zukunft sind. Das Unternehmen verkündete vor kurzem, dass man mehr in 3D Audio investiere.
Aber auch andere Content Produktionen springen vermehrt auf diesen Zug auf – natürlich auch mit meiner Wenigkeit:
Folgende Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird sich in Zukunft wohl vergrößern. Mit meinen Kollegen von HearOn habe ich aber ein Ohr drauf.
Update: Ich habe einen ganzen Artikel mit Dutzenden von 3D-Podcasts hier geschrieben.
Ich möchte nun wirklich nicht der Tonmeister sein, der immer alles schlecht reden muss. Aber mir geht es wirklich darum, den Leuten zu zeigen:
Wenn 3D Audio draufsteht, heißt das nicht gleich, dass 3D Audio drin ist!
Es ist immer die Frage: Was ist denn Immersion und was ist gute Immersion und was schlechte? Schwer zu messen ist sie allemal. Da muss man echt aufpassen und die Konsumenten und Anwender haben da leider wenig Möglichkeiten wirklich zu differenzieren. Da hilft nur genaues Hinhören!
Was man in dem WDR Hörspiel ganz gut gehört hat, ist, dass zwar die Sprecher Live Performances gut waren, aber für mich passt es nicht so ganz in die Szene.
Als hätte man eben genau – wie sie es gemacht haben – im Studio aufgenommen und dann im Nachhinein noch einen 3D Audio Effekt dazugelegt.
Danach wurde noch mit virtuellen Specializern, die den Ton in den Raum setzen, ein bisschen Hall drauf geschmissen. Mein Vorwurf ist, das wird gemacht, damit man sagen kann, “es ist ein 3D Audio Hörspiel”. In vielen 3D Audio Podcasts wird die Struktur oft in Staffeln unterteilt, wobei jede Staffel eine bestimmte Anzahl von Episoden umfasst.
Natürlich achte ich da noch viel mehr drauf, aber ich finde diese Herangehensweise nicht ganz glaubwürdig. Die SchauspielerInnen agieren in einer Live Performance einfach anders, als wenn sie wirklich in der Szene sein würden.
Da können sie noch so gut schauspielern oder Sprechen. Deswegen würde mich auch interessieren, was andere Zuhörer*innen dazu sagen.
Nachzuhören sind die Beispiele beim Metaverse Podcast Folge 23 von Thomas Riedler.
Man muss eben mutig sein, auch mal aus dem Studio raus gehen, dafür habe ich ganz spezielle Technik und Redundanz-Verfahren. Das ganze Konzept muss sich auch in 3D Audio auch erzählen. Sonst klingt es einfach, als hätte man recht wahllos 3D Audio Objekte in der Postproduktion umherbewegt.
Wenn das Storytelling auch in Stereo funktionieren würde, sollte man das Projekt lieber in Stereo umsetzen. Hier habe ich ausführlich über immersives Storytelling berichtet.
Dieses Wissen ist super wichtig, wenn es darum geht, virtuelle Welten zu vertonen. Wie realistisch sollen sie denn klingen? Wie glaubwürdig sollen sie sein? Und vor allem, wie kann ich die Story mit 3D Audio unterstützen?
Ein gutes Beispiel für immersive Erzählungen in 3D Audio Podcasts ist Ursula K. Le Guins berühmte Fantasy-Trilogie ‚Erdsee‘, die komplexe Themen wie Macht und Unterdrückung in einer magischen Welt behandelt.
Meine Herangehensweise überzeugt nicht nur Tonleute, auch für Normalos ist der Unterschied gravierend, wie Thomas Riedler beschreibt: „Das will ich auch nochmal betonen.
Also der Unterschied zwischen diesen zwei Beispielen war jetzt ganz klar: Du hast ganz spezielle 3D Audio Workflows und deswegen klingt die Welt, die wir jetzt in diesem Traktor Beispiel gerade gehört haben, einfach total echt. Als wäre ich wirklich drin.
Bei diesem WDR Hörspiel war man irgendwie auch dabei und fühlte sich emotional irgendwie ergriffen. Aber man merkt schon, das wirkt so hineingesetzt in den Raum, das wirkt nicht zusammen verbunden. Wenn man sich einmal diese Unterschiede klar macht, ist das echt auch frappierend!”
Der 3D Podcast, der jetzt schon mit Raumklang arbeiten, tut dies meist auf Basis von binauralem Audio. Das funktioniert gut und ist auf jeden Fall besser als normales Stereo oder gar Mono.
Doch hier tippen die meisten Einsteiger direkt in die erste Falle. Die Herausforderungen und Möglichkeiten von 3D Audio in der Erzählung einer Fantasy-Trilogie, wie der berühmten Reihe von Ursula K. Le Guin, zeigen, wie komplex und immersiv die Erzählung in einem magischen Reich sein kann.
Die Podcast Plattformen wie Podigee, Chimpify und Stitcher unterstützen meist nicht mehr als zwei Audiokanäle. Doch man darf nicht den Fehler machen die Produktion auch nur Stereo zu denken. Dieses Format kann nämlich ausschließlich auf Kopfhöreren wieder gegeben werden und ist für Lautsprecher eher ungeeigenet.
Damit schränkt man sich selber in seiner Zielgruppe unnötig ein. Denn man übersieht die Zukunftsthemen Smartspeaker, Soundbars und automotive Car Hi-Fi.
Außerdem gibt es keine Möglichkeit der späteren Personalisierung. Die Algorithmen, die den dreidimensionalen Klang für den menschlichen Kopf erzeugen (Stichwort HRTF) sind generisch.
Das heißt, die Berechnung basiert dem mathematischen Durchschnitt unserer Kopfgröße und Ohrenform. In Zukunft werden unsere individuellen Parameter bei der Wiedergabe berücksichtigt. Wie heute schon etwa mit den Sony WH-1000XM4.
Die erwähnten Herausforderungen lassen sich meisten. Darüber hinaus gibt es schon heute eine weitere Möglichkeit für das nächste Aha Erlebnis mit Next Generation Audio. Mittlerweile bieten beispielsweise Apple oder Samsung die bereits erwähnten Headtracking-fähigen Kopfhörer an.
Doch was ist der Mehrwert? In Kombination mit Audio Inhalten die objektbasiert produziert sind, hat man als HörerIn sogar das Erlebnis, sich in der Klangszene zu bewegen und umzuhören. Dies steigert die Sound Experience aufs nächste Level und ist absolutes Alleinstellungsmerkmal.
Und wenn wir hier eh schon lauter Buzzwords nennen. Es ist nachhaltig. Tatsächlich können wir bei VRTonung sicher stellen, dass die Produktionen zukunftssicher sind und mit dem Aufkommen von Soundbars und Smartspeaker auch andere Medien bedient werden können.
Wie das für dein nächstes Projekt umgesetzt werden kann, können wir bei einem kostenlosen Beratungsgespräch zusammen herausfinden. Ich freue mich drauf.
Jetzt herausfinden wie 3D Podcast geht