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IAA Mobility mit Automotive 3D Audio

07.09.2021 - 12.09.2021
Messe München

Über die IAA Mobility: Internationale Automobil-Ausstellung

Mobilität ist im Umbruch: Neue Mobilitätsträger, Technologien und Akteure treten auf den Plan, genauso wie neue Formen des Medienkonsums im Automobil. Auffindbarkeit, Bedienbarkeit und auf die Nutzungssituation im Auto zugeschnittene Formate sind Themen, mit denen sich sowohl Medienschaffende als auch Autohersteller beschäftigen. Erstmals wird das MedienNetzwerk Bayern deshalb mit einem Stand bei der IAA Mobility vertreten sein.

Wir präsentieren in unserem MediendemonstratorVR das interaktive Hörspielrätsel Drive Crime, das speziell für den Use Case im Auto entwickelt wurde. Drive Crime macht deutlich, wie technische Entwicklungen neue Innovationen im Audiobereich für das Automobil ermöglichen. Der Mediendemonstrator ist eine Virtual Reality-Anwendung, die zu einer realistischen Erfahrung beim Testen von Inhalten führt und Medienschaffenden hilft, ein besseres Verständnis für die künftige Mediennutzung im Fahrzeug zu entwickeln.

Gemeinsam mit XPLR: MEDIA in Bavaria zeigen wir an unserem Stand, wie vielfältig die Audio-Branche am Medienstandort Bayern ist und welche innovativen Projekte aktuell entwickelt werden. Mit im Gepäck haben wir außerdem Voice-Spezialist:innen und Radiomacher:innen, um den Austausch zwischen Medienbranche und Automobilbranche zu fördern und neue Kooperationen anzustoßen. Hier gibt es 5 innovative Use-Cases im Auto mit den KollegInnen.

VRTonung ist auch dabei!

Dank dem oben erwähnten Mediennetzwerk darf ich auch dabei sein. Während wir Filme längst schon in 3D sehen können, um sie immersiver zu erleben, hören wir Radio, Musik und andere Audioformate weiterhin nur zweidimensional. Das will Martin Rieger aus München mit seiner Firma VRTonung ändern: Er will das Auto als High-Tech-Infrastruktur nutzen und über Smartphone und Smartspeaker 3D-Hören in Fahrzeugen möglich machen.

Mit der 3D-Technologie produzierte Aufnahmen können Autofahrende so in Gedanken ins Lieblingshörspiel oder an einen Ausflug auf dem Chiemsee versetzen. „Im Auto geht viel mehr als bloß Voice. In 3D-Audio entstehen gerade Use-Cases, von denen man noch gar nichts weiß, die aber bald fester Bestandteil unseres Lebens werden. Wir sind ja schließlich gewohnt, dreidimensional zu hören – nun auch im Auto”, erklärt Martin Rieger.

Hier ein paar Eindrücke vom Messestand

Nachbericht

Nach einem langen und anstrengenden Messetage (nach knapp zwei Jahren Pause ist man die 20.000 Schritte einfach nicht mehr gewöhnt) konnte ich ein kleines Fazit ziehen: Audio ist auf jeden Fall ein Thema und fast jeder hat auch den 3D Sound auf dem Schirm. Immersion wird mit autonomen fahren immer wichtiger, um den FahrerInnen das bestmögliche Erlebnis bieten zu können. Dann schauen wir mal, was es so zu hören gab:

Dolby Atmos Music

Zugegeben, ich habe mich in letzter etwas kritisch über Apple Music geäußert. V.a. weil es für mich über Kopfhörer noch nicht so gut funktioniert neben vielen anderen Gründen.

Trotzdem finde ich das Auto einen spannenden Anwendungsfall und finde es durchaus positive, dass Dolby Atmos hier genutzt wird. Daher war ich froh, mir das Hörerlebnise im „immersive lab“ auch anhören zu können.

Zu Information: Den Volvo, wie man ihn hier sieht, gibt es noch nicht serienmäßig mit Dolby Atmos. Hier haben die Audio Engineure zusätzliche Lautsprecher verbaut und auf das Auto angepasst. Aber in Zukunft könnte so etwas auch mal vom Band rollen.

Dolby Atmos Music Automativ 3d audio Car sound

Impulse Audio Lab

Mein KollegInnen von IAL haben gezeigt, wie man das akustische Innenleben eines Elektroautos zum Leben erwecken kann. Nachdem der Motorsound ja im Vergleich zum Verbrenner wegfehlt, kann man aus der Not ja eine Tugend machen. Auch wenn es gesetzlich nur vorgegeben ist, den Außenbereich eines Autos bis etwa 50km/h zu beschallen, sind dem Innenraum keine Grenzen gesetzt.

Hier gibt es gleich mehrere Ansätze in einem. Zum einen, wurde hier eine Soundengine gebaut, die einerseits sehr futuristisch, andererseits auch nach einem mächtigen Motorgeräusch klingt, wie man diesen gewohnt ist. Dieser macht vor allem bei einer dynamischen Fahrweise Spaß. Im Gegensatz dazu steht eine Soundscape, die sich – je nach Betätigung des Gaspedals – entwickelt. Damit entsteht eine immersive Klangwelt, die in keinem Vergleich zu klassischen Unterhaltungsmedien wie Radio, Musik etc. steht.

Der Clue der Demo: Eine AI ermittelt die Fahrweise des Nutzers und schaltet automatisch auf den passenden Klang um. Also je nachdem wie dynamisch oder entspannt gefahren wird. Das Video erklärt noch einmal das Potential – hervorragend umgesetzt. Ästhetisch und gleichzeitig funktional. Hier geht es zum Video.

Flexound Augmented Audio

Und zu guter Letzt noch der Demo-Sitz von Flexound. Sie arbeiten mit Vibrationen, um das Klangerlebnis zu erweitern. Dazu haben sie Treiber mit Lautsprechern in einen Sitz eingebaut und es hat etwas von einer angenehmen Massage. Nachdem Autositze mittlerweile schon voller Hightech sind, ist dies sicherlich eine nette Ergänzung für den Entertainment Sektor. Sie werben mit einer Entspannung auf der einen Seite und verbesserter Wahrnehmung von Musik und Sprache. Auf jeden Fall eine spaßige Angelegenheit, wie das Bild zeigt.

Arkamys

Diese französische Firma, möchte die Zukunft des Automotive Audio gestalten. Dabei bieten sie ausschließlich Softwarelösungen an. Mich hat natürlich v.a. die 3D Audio Funktionialität ihrer Soundstage interessiert. Sie werben etwa mit Alarm Tönen, die dem Fahrerüber den Raumklang Informatoinen über mögliche Gefahren geben soll. Ein schönes Beispiel, wie 3D-Sound genutzt werden kann, um nicht nur zu unterhalten, sondern auch einen Mehrwert zu bieten.

Arkamys Automotive Audio

Bilder

Hier noch ein paar Eindrücke von der Messe und dess VR-Erlebnissen die ich einfach mal für sich stehen lasse. Ich hoffe ich konnte allen, die nicht dabei sein konnten einen kleinen Einblicik in die Welt des Automotive Audio der IAA Mobility geben. Danke nochmal ans Mediennetzwerk Bayern, dass ich dabei sein konnte.

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