Wer immersiv dreht, entscheidet den Ton am Drehtag. Danach ist er nur noch Schadensbegrenzung.
Schick mir, was da ist. Wir sprechen einmal darüber, unverbindlich, und du weißt danach, worauf es bei deinem Projekt ankommt.
Erstgespräch anfragenTon ist in immersiven Produktionen fast immer die Position, die als Erstes gekürzt wird. Das rechnet sich bis zum Drehtag.
Danach gilt: Eine Stimme, die zu weit weg aufgenommen wurde, wird nicht näher. Ein Störgeräusch, das gleichzeitig auf allen Kanälen liegt, lässt sich nicht mehr herauslösen. Und eine Quelle, die niemand einzeln aufgenommen hat, existiert nicht.
Was bleibt, ist Nachvertonung oder ein zweiter Drehtag. Beides kostet mehr als die Stunde, die es vorher gebraucht hätte.
Man muss ihn hören. Derselbe 360-Grad-Ausschnitt, einmal räumlich und einmal flach. Kopfhörer aufsetzen und umschalten.
Das Ambisonics-Mikrofon ist auf fast jedem meiner Drehs dabei. Es macht den Raum, und das macht es gut. Alles, was nah, präzise oder sauber sein muss, kommt von woanders.
Fünf Dinge, die das Mikrofon nicht für dich erledigt:
Das ist der eigentliche Grund, warum das Gespräch vor den Drehtag gehört. Es geht nicht nur darum, welches Mikrofon mitkommt, sondern darum, wie eine Einstellung aussieht.
Bei Sounds of Germany für die Deutsche Zentrale für Tourismus haben wir es umgedreht: erst überlegt, wie eine Stadt klingt und welche Töne über Kopfhörer wirklich funktionieren, und daraus abgeleitet, wie das gefilmt werden muss. Ich habe den Kameramann zu Schwenks verdonnert, weil ein Schwenk erzählen kann, dass der Ton eine Rotation macht. Also nicht Bilder vertont, sondern den Ton visualisiert.
Dazu kommt die Aufnahme selbst. Aufnehmen heißt nicht nur mitschneiden, es heißt auch inszenieren. Beim Audi R8 GT haben wir Ton und Bild getrennt aufgenommen, weil die beste Performance fürs Bild nicht die beste für den Sound ist. Und Sprecher performen draußen anders als im Studio, selbst Profis. Im Studio klingt es immer etwas hingespielt.
Solche Entscheidungen kosten am Drehtag nichts, wenn sie vorher getroffen sind.
Du schickst mir vorher, was da ist: Drehplan, Skript, Storyboard, Zielplattform. Wenn es nur eine Idee gibt, reicht die auch.
Dann sprechen wir einmal, etwa eine halbe Stunde. Ich frage nach den Dingen, die den Ton entscheiden: Anzahl der Quellen, Beweglichkeit, Blickführung, Ausgabeweg. Danach weißt du, wo dein Projekt steht und was es braucht.
Das kostet nichts und verpflichtet zu nichts.
Wenn sich zeigt, dass es sich lohnt, schreibe ich dir den Tonplan für die Produktion auf. Das ist die bezahlte Leistung, und sie enthält drei Dinge:
Formatentscheid: welches Tonformat zu deiner Zielplattform passt
Aufnahmeliste: welche Quelle am Set ein eigenes Mikrofon braucht
Die zwei Risiken: wo Produktionen dieser Art typischerweise kippen
In einer Form, die dein Team am Drehtag benutzen kann. Ob du mich für die Produktion selbst buchst, ist eine getrennte Frage.
Zwei von über vierzig. In beiden kam der Ton aus mehreren Quellen, nie aus einer.
360-Grad-Video, in dem der Ton die Blickrichtung führt. Läuft auf rund 200 iPads im Museum.
Ambisonics für den Raum, eigene Mikrofone für alles, was auffallen sollte.
Kuppelproduktion, vollständig objektbasiert. Acht Festivals, vier Auszeichnungen.
Objektbasiert heißt: jede Quelle wird einzeln aufgenommen und im Raum platziert, statt einen fertigen Raum aufzunehmen.
Ich bin Martin Rieger, Tonmeister aus München, und mache seit über zehn Jahren nichts anderes als Ton für immersive Medien.
Über vierzig Projekte, unter anderem für Audi, BMW mit Harman/Kardon, Bugatti, Lufthansa Technik, die Deutsche Zentrale für Tourismus, die Europäische Kommission und Corridor Digital in Los Angeles.
Fast jede Produktion, die mit Tonproblemen bei mir landet, hat vorher mit jemandem gearbeitet, der Ton kann, aber nicht immersiven Ton. Das sind zwei verschiedene Berufe.
Es war eine Freude und eine Ehre mit Martin Rieger zusammen zu arbeiten!
Ich arbeite mit räumlichen 3D-Klängen in Virtual Reality seit dem Jahr 1994, hatte aber noch nie Ambisonic-Sound benutzt.
Martin hat den Sound sehr schnell und sehr schön für mein VR-Kunstwerk eingerichtet und hat mir dabei vieles über den Umgang mit dieser Tonart beigebracht. Ich kann ihn wirklich sehr empfehlen!
Für unsere XR-Demo wollten wir die bestmögliche Qualität. Dafür brauchten wir spezielle Aufnahmen und eine passende Postproduktion. Uns war klar, dass Martin genau der Richtige ist, um uns durch den gesamten Prozess zu begleiten und das beste immersive Audio umzusetzen, das wir uns vorstellen konnten.
Die Zusammenarbeit war unterhaltsam, spannend und professionell.
Je früher wir sprechen, desto mehr Möglichkeiten hast du noch. Ein Gespräch im Konzept kostet eine halbe Stunde. Dieselbe Frage nach dem Dreh kostet einen zweiten Drehtag.
Ton ist bei uns die Position, die als Erstes gestrichen wird.
Dann ist das Gespräch der günstigste Weg herauszufinden, was du dir damit einhandelst. Es kostet dich eine halbe Stunde.
Kommt darauf an, ob diese Person immersiv gearbeitet hat. Bei klassischem Filmton fallen die entscheidenden Fragen gar nicht erst auf, weil sie dort keine Rolle spielen. Ich ersetze deine Tonperson nicht, ich gebe ihr eine Vorgabe.
Für die Planung ja. Meld dich trotzdem, dann schauen wir, was aus dem Material noch herauszuholen ist.
Das hängt vom Umfang der Produktion ab. Nach dem Gespräch bekommst du eine Zahl, vorher wäre sie geraten.
Das Gespräch läuft per Google Meet. Der Ort spielt keine Rolle.
Am meisten bringt das Gespräch, solange noch nichts feststeht.
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