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Wie viel Potential hat die AR App für audio-basierte Unterwegserlebnisse?

Inhalt

    Augmented Reality (AR) ist eine spannende Technologie, die immer beliebter wird. Wir können jetzt schon AR Apps mit modernen Smartphones ausprobieren und so in die erweiterte Realität visuell eintauchen. Die notwendige Technik moderner Geräte wie Smartphones und Tablets ermöglicht es, AR Apps ohne spezielle Hardware wie AR-Brillen zu nutzen, da diese Geräte leistungsstarke Displays, Kameras und Sensoren bieten. Für die Entwicklung und Nutzung von AR Apps sind zudem bestimmte technische Grundlagen erforderlich, die sowohl Einsteiger als auch Profis berücksichtigen sollten.

    Doch wie sieht es mit audio-basierten AR Apps aus? Moderne Kopfhörer mit 3D Audio und Head Tracking würden sich sehr dafür anbieten. Wo besteht besonderes Potential und wie sehen Herausforderungen für audio-basierte AR Apps für unterwegs aus?

    Dieser Artikel basiert auf Inhalten der Masterarbeit von Carina Denz, die sich mit dem Potential und möglichen Design Spaces von AR Audio Anwendungen in öffentlichen Räumen beschäftigt hat.

    Die Rolle von AR Apps in der Bildung

    Augmented Reality Apps eröffnen der Bildung völlig neue Möglichkeiten, Wissen zu vermitteln und komplexe Themen greifbar zu machen. Durch den Einsatz moderner AR-Technologien können Lernende 3D Modelle, Videos und interaktive Inhalte direkt in ihrer eigenen Umgebung erleben. So wird aus abstraktem Wissen ein anschauliches Erlebnis, das den Lernprozess nachhaltig unterstützt.

    Ob Mathematik, Biologie, Physik oder Geschichte – AR Apps bieten eine Vielzahl an Funktionen, um Lerninhalte spannend und verständlich zu präsentieren. Mit Anwendungen wie GeoGebra AR lassen sich mathematische Konzepte als 3D Modelle visualisieren und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. In der Biologie ermöglicht etwa Anatomy 4D, den menschlichen Körper in 3D zu erkunden und einzelne Organe oder Systeme interaktiv zu entdecken. Solche Augmented Reality Anwendungen machen es möglich, Themen nicht nur zu lesen, sondern sie direkt zu erleben.

    Ein großer Vorteil von AR Apps in der Bildung ist die Steigerung der Lernmotivation. Interaktive und immersive Inhalte fördern das Engagement und die aktive Beteiligung der Lernenden. Das führt oft zu einem tieferen Verständnis und besseren Lernergebnissen. Darüber hinaus machen AR Apps Bildung flexibler: Lerninhalte können unabhängig von Ort und Zeit vermittelt werden – ideal für mobiles Lernen mit Smartphone oder Tablet.

    Die Auswahl an AR Apps für die Bildung wächst stetig. Neben GeoGebra AR und Anatomy 4D gibt es zahlreiche weitere Augmented Reality Apps, die verschiedene Themen und Altersgruppen abdecken. Sie bieten eine breite Palette an Funktionen, von der Visualisierung komplexer 3D Modelle bis hin zu interaktiven Videos und Quizzen, die das Gelernte festigen.

    Insgesamt zeigen AR Apps, wie viel Potential in der Verbindung von Technologie und Bildung steckt. Sie machen Lernen anschaulicher, abwechslungsreicher und zugänglicher – und werden in Zukunft eine immer größere Rolle im Bildungsbereich spielen. Wer heute schon auf innovative Augmented Reality AR Lösungen setzt, gestaltet die Bildung von morgen aktiv mit.

    Was steigert das Potential von AR Audio Apps?

    Die Technologien 3D Audio und Head Tracking sind ein wichtiger Faktor, wenn es um audio-basierte AR Apps geht. Denn durch die Kombination dieser Technologien kann eine realistische Klanglandschaft um den Nutzenden herum erzeugt werden. Der Ton enthält außerdem mehr Informationen als klassischer Stereoton. Durch den räumlichen Klang und das Tracken der Kopfbewegung weiß der Nutzende, woher ein Ton stammt. Und die AR Audio App weiß wohin wir hören.

    Diese zusätzliche Rauminformation kann auch als Vorteil genutzt werden, um zum Beispiel mehr mit Signaltönen zu arbeiten. Sprache kann prinzipiell auch genutzt werden, kann aber anstrengend sein, wenn der Informationsgehalt umständlich über Worte ausgedrückt werden muss.

    “Ihr Ziel befindet sich rechts”

    Ja toll – welches rechts?! Ein Sound der für das User Interface designt wurde, könnte diese Information viel prägnanter ausdrücken.. Und so bieten sich natürlich auch neue Design- und Interaktionsmöglichkeiten für audio-basierte Apps an, welche unterwegs genutzt werden. Moderne AR Audio Apps bieten zahlreiche neue Funktionen und AR Funktionen, wie etwa die Integration von Umgebungsgeräuschen, individuelle Feature-Erweiterungen oder die Möglichkeit, die Interaktion zwischen Nutzer und Umgebung gezielt zu gestalten.

    Ein weiterer großer Vorteil ist die Akzeptanz von Kopfhörern in der Öffentlichkeit. Spaziert man durch eine Stadt, sind überall Menschen mit kleinen In-Ear oder großen Over-Ear Kopfhörern unterwegs. Diese modernen Ohrhörer werden nicht nur als technisches Gerät, sondern auch als Accessoire und Lifestyle-Produkt gesehen – Apple ist da mal wieder ein positives Beispiel mit ihren kabellosen Airpods. Die Nutzung dieser Geräte eröffnet durch spezielle Features wie Head Tracking, adaptive Geräuschunterdrückung und personalisierte Audio-Funktionen neue Möglichkeiten für immersive Audio-Erlebnisse.

    AR Audio kann damit auch inklusiv sein, wenn Hörgeräte im Alltag gar nicht mehr groß auffallen. Durch diese gesellschaftliche Akzeptanz bieten sich Kopfhörer sehr gut als Grundlage für AR Audio Apps an. Es gibt auch schon erste Produkte auf dem Markt, welche 3D Audio und Head Tracking anbieten.

    Hier kommt ihr zu einer Kopfhörer Übersicht: https://www.vrtonung.de/apps-spatial-audio-airpods-pro/

    Mit AR Audio Apps besteht die Möglichkeit, innovative Lösungen für unterschiedlichste Anwendungsbereiche zu entwickeln, die auf die individuellen Anforderungen der Nutzer zugeschnitten sind. Die Interaktion zwischen Nutzer und Umgebung spielt dabei eine zentrale Rolle, da sie das Nutzererlebnis maßgeblich beeinflusst und neue Wege der Informationsvermittlung eröffnet.

    Herausforderungen von AR Audio

    Audio-basierte AR Apps bringen auch Herausforderungen mit sich. Wenn sie in öffentlichen Räumen wie einer Stadt genutzt werden, sollten folgende Punkte beachtet werden. 

    Gruppensituationen

    Man muss bei der Content Erstellung von AR Audio Apps bedenken, ob die Zielperson alleine unterwegs ist oder mit mehreren Personen interagiert. Die meisten Apps wie Spotify, Podcasts und Co berücksichtigen meist nur ein Individuum. Es sollte daher nicht nur AR Audio Erlebnisse für Einzelpersonen geben.

    Ob mit Freunden oder Fremden, erlebt man etwas gemeinsam, möchte man sich meist darüber austauschen. AR Audio Apps können hier als Hilfe dienen, indem sie die Kommunikation in Gruppen gezielt unterstützen und so das gemeinsame Erlebnis verbessern.

    Für solche Gruppen Erlebnisse sollten Noise Cancelling oder ähnliche Modi mit Bedacht eingesetzt werden. Die Stimme des Gegenübers sollte verständlich sein, da sonst die Kopfhörer als ein Störfaktor gesehen werden. Mit Features wie Noise Awareness oder Transparent Hearing könnte man dieses Problem lösen. Diese Funktionert ist bei den meisten AR Audio fähigen Premium-Kopfhörern schon verbaut.

    Gestaltung der virtuellen Töne

    Beim Designen der UI Sounds ist es wichtig, auf eine klare Priorisierung zu achten. Der Nutzende sollte wichtige Signale von Hinweisen unterscheiden können. Die verschiedenen Sounds sollten auch klar differenzierbar sein. Weiterhin ist wichtig, dass die UI Sounds auch so gestaltet sind, dass der Mensch diese gut orten kann. 

    Das stellt Sounddesigner vor verschiedene Herausforderungen. Es gibt noch sehr wenige Faustregeln, die ich in meiner täglichen Arbeit nutzen kann. Man muss also stark differenzieren, ob Töne etwa organisch oder synthetisch generiert werden. Da ist eine gewisse Erfahrung bei der Erstellung solcher 3D Töne gefragt.

    Maximal drei Audio Quellen gleichzeitig

    Menschen können nicht beliebig vielen Audio Quellen gleichzeitig zuhören. Maximal können wir uns auf zwei Quellen konzentrieren und aktiv zuhören. Was durch einen räumlichen Klang auch erleichtert wird. Eine dritte Quelle an Sounds sollte nur als Hintergrundgeräusche genutzt werden. Und diese virtuellen Hintergrundgeräusche sollten auch nur eingesetzt werden, wenn die realen Hintergrundgeräusche mit Noise Cancelling ausgeblendet werden. 

    Das gilt aber nicht zu verwechseln mit dem Ansatz, den etwa Dolby Atmos hat. Dort geht es darum, ein einhüllendes Audioerlebnis zu schaffen. Bei 3D Musikmischungen kann man teilweise mehr als drei Instrumente lokalisieren. Der Punkt ist aber, dass diese im Zusammenhang gut funktionieren. Für die Vermittlung von Informationen über AR Audio Apps gelten aber andere Regeln.

    Hoher Lärmpegel an belebten Orten

    In Innenstädten oder an belebten öffentlichen Orten herrscht meist ein hoher Lärmpegel. Kopfhörer ohne Noise Cancelling können laute Umgebungsgeräusche nur physisch durch das Abdichten der Ohren ausblenden. Wird Noise Cancelling eingesetzt, werden jedoch vor allem tieffrequente Geräusche reduziert, wie sie in urbanen Umgebungen meist vorkommen. 

    Das können auch sicherheitsrelevante Geräusche wie heranfahrende Autos oder Hinweise anderer Personen sein. Ich erinnere mich, auf dem Campus meiner Hochschule sind damals die ersten Elektro-Autos fast lautlos gefahren. Selbst ohne getragende Kopfhörer musste man wahnsinnig aufpassen, die Umgebung nicht zu überhören.

    Beim Designen einer AR Audio App für unterwegs sollte deswegen bedacht werden, wie am sinnvollsten Noise Cancelling eingesetzt wird. Wird es immer gebraucht oder nur in bestimmten Abschnitten einer Stadt? Auch könnte in Zukunft smartes Noise Cancelling genutzt werden, das sich selbst nur in wichtigen Momenten aktiviert.

    Die Vielfältigkeit von Umgebungen

    Städte und große öffentliche Gebäude bieten vielfältige Umgebungen an. Für das Sounddesign ist es relevant, ob der Hörende langsam durch einen Park spaziert oder schnell durch eine belebte Einkaufsstraße läuft. Diese unterschiedlichen Umgebungen benötigen auch unterschiedlich viel Aufmerksamkeit des Hörenden. Dieser Umstand sollte beim Designen der virtuellen Klanglandschaft bedacht werden. Und am besten wird eine AR Audio App auch in verschiedenen Umgebungen getestet.

    Das obige Beispiel mit Elektroautos zeigt, dass sich in naher Zukunft das Klangbild unserer Städte verändern wird. Autos werden immer leiser. Die spannende Frage ist nun, wie damit umgegangen wird. Es ist sicher ein Gewinn, wenn unsere urbane Umgebung leiser wird. Dennoch gibt es Anwendungen, in denen AR Audio genutzt werden kann, um wieder künstliche Töne hinzuzufügen.

    Man kennt es vielleicht aus dem Restaurant. Wenn noch wenige Gäste im Lokal sind, fühlt sich der Raum irgendwie leer an. Erst mit steigenden Besuchern steigt auch die Gesprächslautstärke und wir merken, wie sich förmlich die Umgebung mit Leben füllt. Musik kann helfen, diese Stille zu überbrücken und für gute Stimmung zu sorgen. So ähnlich kann auch AR Audio ortsunabhängig genutzt werden, um unseren Gemütszustand positiv zu beeinflussen.

    Fazit: Potential in verschiedenen Bereichen

    Für audiobasierte AR Apps besteht auf jeden Fall ein Potential in öffentlichen Räumen. Der Hörsinn an sich, so wie das räumliche Hören, ist wichtig für viele Interaktionen mit unserer Umgebung. Durch 3D Audio und Head Tracking in Kopfhörern können viele spannende Anwendungen möglich gemacht werden. Denn durch diese Technologien können AR Audio Apps eine realistische Klanglandschaft mit räumlichen Informationen bieten, was neue Möglichkeiten eröffnet. Ein Überblick über die verschiedenen Themen und Anwendungen zeigt, dass AR Audio Apps in Bereichen wie Navigation, Bildung, Tourismus, Marketing und Design vielseitig einsetzbar sind und als innovative Lösung für unterschiedliche Anforderungen dienen.

    Auch für eine allgemeine Informationsvermittlung an öffentlichen Orten so wie im Smart City Bereich besteht großes Potential. Unternehmen können die Nutzung von AR Audio Apps gezielt als Teil umfassender digitaler Lösungen einsetzen, um Geschäftsprozesse, Marketing oder Schulungen zu optimieren und neue Nutzererlebnisse zu schaffen.

    Man merkt also, dass es viele Möglichkeiten gibt, mit dem richtigen AR Sound und speziellen Apps den Sound der Zukunft zu gestalten. Besonders die Verschmelzung von digitaler und realer Wirklichkeit durch AR Audio Apps eröffnet neue Chancen für innovative Anwendungen und unterstützt Unternehmen und Nutzer bei der Integration von immersiven Audio-Lösungen in verschiedenste Themenbereiche. Wie das dann klingt? Bei der Beantwortung solcher Fragen helfe ich gerne. Daher jetzt mitgestalten und mir eine Anfrage schicken.


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