Musikwoche Musik Virtual Reality VR

Musik bewegt den virtuellen Raum – VR Musik

Inhalt

    Dies ist ein Auszug von meinem Interview in der Musikwoche zum Thema VR Musik. Den ganzen Artikel gibt es hier. Da es diesen nur auf deutsch gibt, wollte ich meine Gedanken auch mit den internationalen Lesern dieses VR-Sound Blogs auf VRTonung teilen.

    TEXT: JONAS KISS

    Die Prognose über die Zukunft von VR Musik

    Der Bitkom-Branchenverband sieht das Thema Virtual Reality (VR) bereits auf dem Weg Richtung Massenmarkt. Diesen Schluss zog der Verband auf Basis einer eigenen von Bitkom Research durchgeführten repräsentativen Umfrage. Das zentrale Ergebnis lautete: 32 Prozent aller Deutschen haben VR schon einmal selbst ausprobiert. Der Bitkom fragte auch nach den genutzten Anwendungen. Mit 70 Prozent liegen hier Games ganz vorn. Dagegen haben nur 15 Prozent der Befragten Musikkonzerte per VR besucht. Auch die US-Marktforscher von SuperData schätzen den musikalischen Marktanteil am VR-Umsatzkuchen gerade einmal auf drei Prozent.

    „Musik hat in VR wie auch beim klassischen Film eine ernst zunehmende Bedeutung am Gesamtwerk, deswegen erscheinen mir die drei Prozent zu gering“,

    sagt Tonmeister Martin Rieger, Gründer der Firma VRTonung. Er sieht viele Möglichkeiten, Musik im Kontext von Virtual Reality und Augmented Reality kreativ zu nutzen.

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    „Doch nur wenige Leute wie ich wissen so recht, was funktioniert, denn die Technik bietet viele Fallstricke, und einen Consumer-Markt gibt es noch nicht wirklich. Investoren halten sich bei den teuren Produktionskosten verhalten, und wie das Endprodukt klingen wird, ist trotz guter Vorproduktion oft nicht ganz eindeutig. Es gibt nämlich immer Überraschungen.“

    Best-Practice der Verwendung von Musik in virtuellen Realitäten

    Persönlich nutzt Martin Rieger VR Musik im Kontext von VR-Experiences am liebsten, um die Blickrichtung des Nutzers zu führen. Erfolgreich konnte er das Prinzip unter anderem beim Projekt ‚Bauhaus in Bayern‘ anwenden. Dabei erarbeitete er mit dem Komponisten Andrej Melita ein Soundkonzept, bei dem einzelne Instrumente im Raum verortet wurden und Hinweise auf die wichtigsten Stellen im Bild gaben. Eine Prognose hält Rieger derzeit aber für schwierig, da es aktuell nur ein paar selbst erarbeitete Faustregeln gäbe, wie man überhaupt mit Musik in VR arbeiten kann.

    vr music

    Er ist sich jedoch sicher, dass VR Musik vor allem in Kombination mit dem visuellen und interaktiven Storytelling tolle Erlebnisse schaffen könne, auch wenn Musik dabei weniger als lineares Unterhaltungsmedium genutzt werde.

    „Man kauft sich ja schließlich nicht eine VR-Brille, um dann nur Musik zu hören, sondern man will in eine Erlebniswelt mit allem Drumherum eintauchen.“

    Weiterführende Gedanken, die den Magazinbeitrag gesprengt hätten

    composing music in virtual reality

    VR Musik und die Technik

    Auch wenn VR-Sound in die Kategorie von 3D Audio fällt, gibt es hier viele Spezialfälle, wie Headtracking bzw. Headlocking, Im-Kopflokalisation oder sogar 6 Degrees of Freedom (6 DoF), also Anwendungen, bei der man der Musik förmlich entgegen oder sich mit ein paar Schritten von ihr entfernen kann. Entsprechend speziell muss das schon frühzeitig in der Produktion bedacht werden und über eine sogenannte Experience nachgedacht werden, die auch vom Visuellen gut unterstütz wird. Lustigerweise erinnert mich das Konsumieren von Musik in VR dem von Schallplatten. Man muss sich bewusst damit auseinandersetzen, die Technik vorbereiten und in die Hand nehmen, setzt sich hin und taucht dann erst in die Musik ein, Immersion ist da das große Stichwort.

    Immersives Audio schön und gut, aber

    Die gezielte Blickführung durch 3D Audio ist eines der Dinge, die über den Ton wesentlich besser als über das Bild funktionieren. Damit kann der Ton in der virtuellen Realität eine Sonderposition erfüllen, welche bislang wenig relevant war: Im Kino ist Surround oder Dolby Atmos ja nett, aber es ändert nichts an der Story, da man immer nach vorne sieht – in VR ändert räumlicher Ton aber, wohin der Konsument schaut, während er mit statischem Stereo Gefahr läuft, die wichtigsten Elemente der Experience zu übersehen.

    Spatial Audio oder Stereo?

    Die verschiedenen Beispiel von VR Musik habe ich mal durchgespielt. Bei meinem Blogpost Virtual Reality Musik bei 360° Videos gehe ich die Verschiedenen Anwendungen durch, etwa

    • Live-Musik Konzerte in 360° Videos
    • 360° Musikvideos
    • Musik mit 3D Audio ohne Bild
    • cinematisches Storytelling mit Musik

    Der Ganze Artikel auf

    MusikWoche MediaBiz.de mit weiteren Themen wie:

    Virtual Reality trifft auf Showcase

    Digitalisierung hinkt hinterher

    Gaming als Vorreiter

    Die Fantastischen Vier – Fanaventurea