Am 18. und 19. November 2026 trifft sich die XR-Szene im Kreativspeicher M28 in der Hamburger Speicherstadt zum nextReality.festival. Ich spreche am zweiten Tag.
Zwei Tage, vier Bühnen, eine frei zugängliche Ausstellung und eine Preisverleihung, verteilt über zwei Etagen.
Veranstalter ist der nextReality.Hamburg e.V., ein gemeinnütziger Verein, getragen von Unternehmen, Hochschulen und der Stadt Hamburg. Das Festival ist der Punkt im Jahr, an dem die Leute, die immersive Projekte tatsächlich bauen, im selben Haus landen: Entwicklerinnen und Entwickler, Kreative, Agenturen, Sender, Forschungsinstitute und die Auftraggeber.
Das Konferenzprogramm läuft in thematischen Tracks über vier Bühnen und die Workshop-Räume. Die Ausstellung zeigt die für den nextReality.Contest nominierten Projekte neben Studios und Startups, und Du kannst ohne Ticket reingehen und alles ausprobieren.
Über zwanzig Speaker aus Forschung, Rundfunk, Agenturen und Produktteams, darunter:
Hol Dir Dein Ticket und komm nach Hamburg.
In meinem Vortrag am 19. November geht es um die Budgetzeile, die als Erstes fliegt.
Ich komme aus dem Film. Dort weiß jeder, dass Ton wichtig ist, und fast keiner handelt danach. Das war der Grund, warum ich gegangen bin. In XR ist das Muster dasselbe, nur jünger. Audio bekommt, was nach Kamera, Licht und teuren Requisiten übrig bleibt, und trotzdem erwarten alle, dass das Ergebnis hochwertig wirkt. Diese Rechnung geht nie auf, und sie wiederholt sich in Projekt nach Projekt.
Die Reihenfolge ist dabei immer gleich. Erst wird der Ton aus dem Budget gestrichen. Dann kommt eine KI-Stimme statt einer Sprecherin. Dann Stockmusik statt einer Komposition. Und die Geräusche packt am Ende der Entwickler nebenbei mit rein.
Meistens steckt da keine Nachlässigkeit dahinter. Die Leute, die diese Projekte führen, haben ein Projekt und keine Vorstellung davon, was der Ton für sie tun könnte, und ich habe Glück, wenn sie überhaupt fragen. Genau diese Lücke will ich in den dreißig Minuten schließen.
Das heißt, ich zeige, wo Dich ein Headset tatsächlich verliert, was die Reihenfolge von oben später kostet und welche Entscheidungen aus der ersten Woche sich in der Post nicht mehr reparieren lassen. Meine Faustregel dagegen: plane 10 bis 20 Prozent des Produktionsbudgets für den Ton ein. Immersion entsteht nicht, weil im Abspann ein Format-Logo auftaucht.
Dreißig Minuten inklusive Fragen. Bring das Projekt mit, an dem Du gerade hängst.
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